Welche Vorteile bietet die Kaltverfestigung?
Durch die plastische Umformung entstehen Versetzungen im Kristallgitter des Werkstoffs. Diese Versetzungen behindern sich gegenseitig in ihrer Bewegung und es kommt zur Festigkeitszunahme – der eigentlichen Kaltverfestigung des Gefüges.
Für den Anwender ergeben sich daraus zahlreiche Vorteile.
Steigt die Festigkeit eines Bauteils durch Kaltverfestigung, können Querschnitte oftmals kleiner ausgelegt werden. Dadurch lassen sich
✅ Material einsparen
✅ Bauteile leichter ausführen
✅ bewegte Massen reduzieren
Gerade im Automobilbau, Maschinenbau oder in elektrischen Antrieben trägt jedes eingesparte Gramm zur Verbesserung der Gesamtperformance bei.
Durch die gezielte Nutzung der Kaltverfestigung kann häufig
✅ ein kleinerer Durchmesser
✅ weniger Material
✅ oder sogar eine günstigere Werkstoffgüte
eingesetzt werden.
Dadurch sinken sowohl Material- als auch Fertigungskosten.
Bearbeitungsschritte vermeiden
Viele Bauteile werden nach dem Drehen oder Fräsen zusätzlich vergütet. Durch eine intelligente Auslegung der Kaltumformung und gezielte Kaltverfestigung können diese Prozessschritte teilweise entfallen. Dies reduziert:
✅ Wärmebehandlung
✅ Transport
✅ Energieverbrauch
✅ Prozesszeit
✅ Qualitätsrisiken
CO₂-Emissionen reduzieren
Jeder entfallene Fertigungsschritt spart Energie. Besonders energieintensiv sind:
✅ Vergüten
✅ Galvanische Oberflächen
✅ Materialabtrag (spanende Bearbeitung)
✅ Reinigung
Die Kaltmassivumformung nutzt das vorhandene Material nahezu vollständig aus – die Kaltverfestigung entsteht dabei als Nebeneffekt der Umformung, nicht als zusätzlicher Prozessschritt. Materialverluste werden erheblich reduziert. Dies verbessert den gesamten CO₂-Footprint des Bauteils.
Durch die Kaltverfestigung verbessert sich insbesondere die Randzone eines Bauteils. Die Vorteile:
✅ höhere Oberflächenhärte
✅ bessere Verschleißfestigkeit
✅ höhere Dauerfestigkeit
✅ Rissbeständigkeit
Insbesondere dynamisch belastete Bauteile profitieren von dieser Festigkeitssteigerung.