Die Bauteilgeometrie wird häufig ausgehend von bekannten Fertigungsverfahren entwickelt. Ein Bauteil sieht dann beispielsweise wie ein Drehteil aus, weil es ursprünglich auch als solches konstruiert wurde.
Doch was passiert, wenn man diesen Gedanken umkehrt?
Statt zu fragen:
„Wie können wir dieses Bauteil fertigen?“
lautet die Frage dann:
„Wie würden wir dieses Bauteil konstruieren, wenn wir die Möglichkeiten der Kaltumformung von Anfang an berücksichtigen?“
Genau hier entsteht häufig zusätzliches Potenzial.
Material kann gezielt dorthin gebracht werden, wo es für die Funktion benötigt wird. Unterschiedliche Querschnitte, Flansche, Mehrfachabsätze, Funktionsflächen oder asymmetrische Konturen können – abhängig von Geometrie, Werkstoff und Umformfolge – bereits im Umformprozess erzeugt werden.
So kann aus einem fertigungsgerecht konstruierten Bauteil ein funktions- und umformgerecht entwickeltes Bauteil werden.