Design-to-Cost
Design-to-Cost bezeichnet einen Entwicklungsansatz, bei dem die Kosten eines Produkts bereits während der Konstruktion als wesentliche Zielgröße berücksichtigt werden. Neben Funktion und technischen Anforderungen wird damit von Beginn an betrachtet, wie ein Bauteil wirtschaftlich hergestellt werden kann.
Dabei geht es nicht darum, ein Bauteil möglichst billig zu machen. Ziel ist vielmehr, Funktion, Qualität und Kosten in ein wirtschaftlich sinnvolles Verhältnis zu bringen. Besonders groß sind die Einflussmöglichkeiten in frühen Entwicklungsphasen, wenn Geometrie, Werkstoff und Fertigungsverfahren noch verändert werden können.
Bei MN Kaltformteile werden Bauteile bereits vor Produktionsbeginn hinsichtlich Herstellbarkeit und wirtschaftlicher Fertigung betrachtet. Dabei können beispielsweise Anpassungen der Geometrie, alternative Werkstoffe oder ein anderes Fertigungskonzept zusätzliche Optimierungspotenziale eröffnen.
Design-to-Cost bei Kaltformteilen
Bei der Entwicklung eines Bauteils werden wesentliche Teile der späteren Herstellkosten bereits durch konstruktive Entscheidungen beeinflusst. Geometrie, Toleranzen, Werkstoff, Fertigungsverfahren, Stückzahl und erforderliche Folgeprozesse bestimmen mit, wie wirtschaftlich ein Bauteil später in Serie hergestellt werden kann.
Bei Kaltformteilen beginnt Design-to-Cost deshalb bereits bei der Bauteilauslegung. Beispielsweise kann untersucht werden, welche Geometrien unmittelbar durch die Kaltumformung erzeugt werden können, welche Toleranzen tatsächlich funktional erforderlich sind und ob spanende Folgeoperationen reduziert oder vermieden werden können.
Auch die Werkstoffauswahl und die Materialausnutzung spielen eine Rolle. Gleichzeitig müssen Werkzeugaufwand und erwartete Stückzahlen berücksichtigt werden. Ein höherer anfänglicher Werkzeugaufwand kann sich bei entsprechenden Serienmengen durch kurze Fertigungszeiten und hohe Materialausnutzung wirtschaftlich darstellen.
MN Kaltformteile betrachtet solche Zusammenhänge bereits im Rahmen der technischen Herstellbarkeitsanalyse. Dabei können Bauteilgeometrie, Werkstoff, Werkzeugkonzept, Fertigungsprozess und Folgeoperationen gemeinsam bewertet werden.
Auch bestehende Bauteile können auf Optimierungspotenziale untersucht werden. So kann beispielsweise geprüft werden, ob ein bislang spanend hergestelltes Bauteil vollständig oder teilweise durch Kaltumformung hergestellt werden kann.
Design-to-Cost: Fragen und Antworten
-
Was bedeutet Design-to-Cost?
-
Was ist das Ziel von Design-to-Cost?
-
Warum ist die frühe Einbindung eines Fertigungspartners wichtig?
-
Welche Faktoren beeinflussen die Herstellkosten eines Bauteils?
-
Wie unterstützt MN Kaltformteile bei Design-to-Cost?