IMDS
IMDS steht für International Material Data System und ist das Materialdatensystem der Automobilindustrie. Darin werden Informationen über die in Bauteilen eingesetzten Werkstoffe und deren stoffliche Zusammensetzung strukturiert erfasst und innerhalb der automobilen Lieferkette bereitgestellt.
Ziel ist es, die Materialzusammensetzung eines Fahrzeugs über die Lieferkette hinweg nachvollziehbar zu dokumentieren. Die erfassten Daten unterstützen Fahrzeughersteller und Zulieferer unter anderem bei der Erfüllung gesetzlicher und umweltbezogener Anforderungen wie REACH und den Anforderungen an Altfahrzeuge.
IMDS in der Automobilindustrie
In einem Fahrzeug kommen zahlreiche Werkstoffe und Stoffe zum Einsatz. Damit deren Zusammensetzung nachvollziehbar bleibt, werden die Materialinformationen entlang der Lieferkette im IMDS strukturiert erfasst und weitergegeben.
Für ein Bauteil werden dabei die verwendeten Materialien und deren stoffliche Zusammensetzung entsprechend den geltenden IMDS-Regeln dokumentiert. Bei einem Kaltformteil kann dies beispielsweise neben dem Grundwerkstoff auch eine aufgebrachte Beschichtung oder weitere Bestandteile betreffen.
Zulieferer stellen die entsprechenden Materialdaten ihren Kunden über das IMDS zur Verfügung. Die Daten können anschließend in die Materialdaten übergeordneter Baugruppen einfließen, bis schließlich die Materialzusammensetzung des Gesamtfahrzeugs abgebildet werden kann.
Damit schafft IMDS eine durchgängige Materialdokumentation entlang der automobilen Lieferkette und unterstützt die Bewertung von Stoffen sowie die Erfüllung gesetzlicher und kundenspezifischer Anforderungen.
IMDS: Fragen und Antworten
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Was bedeutet IMDS?
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Wofür wird IMDS eingesetzt?
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Welche Informationen werden im IMDS erfasst?
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Was ist ein IMDS-Materialdatenblatt?
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Erstellt MN Kaltformteile IMDS-Daten für seine Bauteile?