PPAP
PPAP steht für Production Part Approval Process und bezeichnet ein strukturiertes Verfahren zur Freigabe von Produkten und Produktionsprozessen, das insbesondere in der Automobilindustrie eingesetzt wird.
Im Rahmen des PPAP wird nachgewiesen, dass die Anforderungen des Kunden und die technischen Spezifikationen verstanden wurden und der geplante Produktionsprozess grundsätzlich in der Lage ist, Bauteile unter definierten Serienbedingungen entsprechend diesen Anforderungen herzustellen.
PPAP bildet damit einen wichtigen Schritt zwischen Produkt- und Prozessentwicklung und der Freigabe für die Serienproduktion.
PPAP in der Automobilindustrie
Vor dem Serienanlauf muss nachgewiesen werden, dass sowohl das Bauteil als auch der dafür entwickelte Fertigungsprozess die definierten Anforderungen erfüllen können. Im Rahmen des PPAP werden hierfür verschiedene Produkt-, Prozess- und Qualitätsnachweise zusammengestellt und dem Kunden entsprechend der vereinbarten Anforderungen zur Bewertung vorgelegt.
Dazu können unter anderem Zeichnungen und technische Spezifikationen, Prozessablaufdiagramme, FMEA, Control Plan, Messergebnisse, Werkstoffnachweise, Prüfmittelfähigkeiten sowie Untersuchungen zur Prozessfähigkeit gehören. Umfang und Art der einzureichenden Nachweise richten sich nach dem jeweiligen Projekt und den Kundenanforderungen.
Ein zentrales Dokument ist der Part Submission Warrant (PSW). Er fasst wesentliche Informationen zur Bemusterung zusammen und dokumentiert die Einreichung des Bauteils zur Kundenfreigabe.
PPAP steht dabei in engem Zusammenhang mit APQP und weiteren Automotive Quality Core Tools. Während APQP die Qualitätsvorausplanung über die Produkt- und Prozessentwicklung strukturiert, dient PPAP dem dokumentierten Nachweis vor beziehungsweise im Zusammenhang mit der Serienfreigabe.
PPAP: Fragen und Antworten
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Was bedeutet PPAP?
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Wozu dient PPAP?
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Welche Unterlagen gehören zu einem PPAP?
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Wann ist ein PPAP erforderlich?
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Wie setzt MN Kaltformteile PPAP ein?