Toleranz
Eine Toleranz bezeichnet die zulässige Abweichung eines Bauteilmerkmals von seinem Nennmaß beziehungsweise Sollwert. Sie definiert den Bereich, innerhalb dessen ein Maß liegen darf, damit die geforderten Funktionen und Montagebedingungen eingehalten werden.
Bei Kaltformteilen sind Toleranzen ein wesentlicher Bestandteil der Maßauslegung. Das Kaltfließpressen ist ein Verfahren, mit dem enge Toleranzen und eine hohe Maßhaltigkeit erreicht werden können.
Kaltumformung als Alternative zur spanenden Bearbeitung
Toleranzen sind insbesondere dann entscheidend, wenn Bauteile exakt miteinander funktionieren oder montiert werden müssen. Bei engen Toleranzketten können bereits geringe Maßabweichungen die Passgenauigkeit und damit die Funktion einer Baugruppe beeinflussen.
Kaltfließpressen ermöglicht die Herstellung von Bauteilen mit hoher Maßgenauigkeit und reproduzierbaren Geometrien. Durch die präzise Abbildung der Werkzeugkontur können insbesondere Außen- und Innendurchmesser mit engen Toleranzen hergestellt werden. Abhängig von Werkstoff, Bauteilgeometrie und Prozessauslegung sind bei MN Kaltformteile Durchmessertoleranzen bis etwa ±0,05 mm realisierbar.
Auch Längenmaße können mit hoher Genauigkeit realisiert werden. Bei geeigneter Bauteil- und Prozessauslegung sind Längentoleranzen bis etwa ±0,05 mm möglich.
Die tatsächlich erreichbaren Toleranzen hängen unter anderem von der Geometrie, dem Werkstoff, dem Umformgrad und der Werkzeugauslegung ab.
Neben engen Maßtoleranzen können beim Kaltfließpressen auch sehr gute Oberflächenqualitäten erreicht werden. Bei entsprechend ausgelegten Bauteilen sind bei MN Kaltformteile Oberflächenrauheiten bis Rz 2,6 µm möglich.
Toleranz: Fragen und Antworten
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Was ist eine Toleranz?
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Warum sind Toleranzen bei Bauteilen wichtig?
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Welche Toleranzen sind beim Kaltfließpressen möglich?
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Welche Bedeutung haben enge Toleranzen für die Montage?
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Können Kaltformteile gleichzeitig enge Toleranzen und gute Oberflächenqualitäten erreichen?